Dringend benötigen wir mehr kommunale Personalanteile an der Schnittstelle beim Übergang von Schule in den Beruf. Das wurde bereits in der Ausschusssitzung Bürgerservice und Soziales im November 2007 deutlich. Zu dem Zeitpunkt waren 54% der jugendlichen Ausbildungsplatzsuchenden sog. AltbewerberInnen, d.h. seit mind. einem Jahr ausbildungssuchend. Die „große Koalition jedoch wartet ab - und wartet, und wartet darauf, dass sich das Problem von allein löst. Grüne Anträge zur Aufstockung der Personalanteile in diesem Bereich wurden ignoriert. Wertvolle Zeit verstreicht und nun, ein Jahr später die Ankündigung, dass man sich mal mit diesem Thema im Jahr 2009 beschäftigen müsse, - als „Wahlkampfbonbon"?
Ca 30 % der Jugendlichen brechen ihre schulische oder praktische Ausbildung ab. Dazu das Statement von Frau Lewek-Althoff vom Übergangsmanagement Schule-Beruf: „Das sind verlorene Ausbildungsplätze, wir müssen die richtigen Jugendlichen an die richtigen Ausbildungsplätze heranführen". Dies funktioniert jedoch nur bei frühzeitiger Begleitung der Jugendlichen und intensiver Zusammenarbeit mit den Schulen. Zielgerichtete Projektideen gibt es genug, positive Erfahrungen auch, wie die Modulare Berufsorientierung über 3 Schuljahre an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule zeigt. Allein, es fehlt an freien Kapazitäten zur flächendeckenden Umsetzung. Es ist längst Zeit zu handeln, die Defizite häufen sich an und neu installierte Projekte brauchen Jahre bis sie Ergebnisse erzielen. Gelingt es nicht einen viel größeren Anteil an Jugendlichen in den Arbeitsmarkt zu integrieren sind kostenträchtige Transferleistungen über SGB II und Sozialhilfe die Alternative.
Kirsten Jeck, s. B. im Ausschuss Bürgerservice und Soziales
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