Deshalb war die Bildung des Beirates für Flüchtlingsfragen der richtige Schritt. Mit den Mitgliedern aus Verwaltung und Politik, dem Integrationsrat, Caritas und Diakonie, dem Multikulturellen Forum und dem Arbeitskreis Flüchtlinge kommen ganz unterschiedliche Kompetenzen, Erfahrungen und Einstellungen zusammen. Das bietet die Chance die verschiedenen Blickrichtungen in ein neues und zeitgemäßes Unterbringungskonzept für Flüchtlinge zu verweben und angemessene, auf Lünen zugeschnittene Wohnformen zu erarbeiten. Dabei werden auch die jahrelangen Erfahrungen anderer Kommunen wie Leverkusen und Münster einbezogen, ebenso das Beispiel aus Dortmund, das Flüchtlinge schon seit längerem zügig in „normale“ Wohnungen im gesamten Stadtgebiet vermittelt.
Die Gespräche zwischen ehrenamtlich Tätigen und Verwaltung verlaufen konstruktiv und man kann den Eindruck gewinnen, dass dieser Austausch positive Ergebnisse für unsere Flüchtlinge erzielt. Noch sind nicht alle Schwierigkeiten gelöst. Ein entscheidender Faktor jedoch wird sein, dass es der Ausländerbehörde dauerhaft gelingt auch das Vertrauen der Flüchtlinge zu gewinnen. Bisher können sich die Veränderungen in der Umgestaltung der Flüchtlingsarbeit sehen lassen. Nun sollte dieser Weg Unterstützung bei Politik und Bürgerschaft finden.
Kirsten Jeck
Mitglied im Beirat für Flüchtlingsfragen
Bündnis 90/Die Grünen
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