Auffällig aber in diesem Fall ist, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt wird, es handele sich bei der erworbenen Parzelle um ein potenzielles Gewerbegrundstück laut Flächennutzungsplan. Dies ist nachweislich nicht der Fall.
Nachdenklich sollte allein hier schon die Tatsache machen, dass die Ratsentscheidung zum Grunderwerb spontan auf der Grundlage einer Tischvorlage getroffen werden sollte, zudem im Rahmen eines Sitzungsmarathons, bei dem es eigentlich um die Verabschiedung des Doppelhaushaltes ging. Damit es so richtig unübersichtlich wurde, sollte gleichzeitig noch mal eben mit einer Vorkaufsrechtsatzung ein neues, nicht unumstrittenes Planungsinstrument in Lünen eingeführt werden. Durch die Ausführungen des Beigeordneten Buckesfeld auf Nachfrage wurde dann offenkundig, dass es die Verwaltung vermied, eine Vorberatung im Fachausschuss für Stadtentwicklung durchzuführen, der nur zwei Tage vor der betreffenden Ratssitzung tagte. Eine seriöse Prüfung und Urteilsfindung durch die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat war somit nicht möglich und anscheinend auch nicht gewünscht. Wer so vorgeht, darf sich nicht wundern, dass der Ruf nach mehr Transparenz so schnell nicht verhallt.
Erika Roß
Bündnis90/Die Grünen
Nach der ersten Lesung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist klar: Dieser Gesetzentwurf aus dem Hause Reiche ist klimaschädlich, sozial [...]
Was die Bundesregierung unter dem Deckmantel einer „Pflegereform" vorlegt, verdient diese Bezeichnung kaum. Statt strukturelle Probleme [...]
Tausend Menschen. Acht Bühnen. Eine Frage: Wie machen wir Politik, die wieder Hoffnung weckt? IM/PULS 2026 war keine Konferenz - sondern ein [...]