Anstatt die Unternehmen im Kreis Unna zur Klimaberatung zu schicken, sollte sie sich zunächst einmal selbst einen Termin geben lassen. Dann würde sie erfahren, dass nicht die Produktionsbetriebe (3,9 Mio. t CO2), sondern die Kohlekraftwerke (10,9 Mio. t CO2) das Hauptproblem im Kreisgebiet darstellen. Einschließlich der Kraftwerke summiert sich der CO2 Ausstoß im Kreis Unna bereits heute auf 43,8 t CO2 pro Kopf auf. Damit wären wir in einem internationalen Vergleich Weltmeister. Selbst die Klimasünder USA schaffen es dagegen nur auf „bescheidene" 19,6 t CO2 pro Kopf. Zur Erinnerung: das Reduktionsziel der Bundesrepublik liegt bei 2 t CO2 pro Kopf bis 2050!
Vor diesem Hintergrund wollen uns die Sozialdemokraten in Wahlkampfzeiten
vormachen, sie wären geläutert und würden einen Politikwechsel einleiten. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. In Lünen steht Frau Cziehso felsenfest zum Bau eines weiteren Kohlekraftwerkes, dass zukünftig jährlich bis zu 5,6 Mio. t CO2 zusätzlich in die Luft bläst. Bislang hat Sie noch jede Ansiedlung und Erweiterung von großtechnischen Verbrennungslagen in Lünen begrüßt. Zuletzt die Erweitungsabsichten der NA, heute Aurubis AG. Auch die von Bündnis 90 / Die Grünen geforderte Aufstellung einer CO2-Bilanzierung für Lünen blockiert Sie im Rat der Stadt seit zwei Jahren.
Eckhard Kneisel
Bündnis90/Die Grünen
Umweltpolitischer Sprecher
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