In ihrer letzten Pressemitteilung warben die Lüner Stadtwerke kräftig für das Reinheitsgebot ihres Ökostroms. Die Garantien zu ihrem „Stromprodukt aus natürlichen Energiequellen“ sind für den kritischen Verbraucher jedoch nahezu wertlos. Statt aus Sonne, Wind und Wasser wird Lüner Ökostrom fast vollständig durch die Verbrennung von Altholz oder Grubengas erzeugt. Ökostrom aus der Abfallverbrennung ist ein Etikettenschwindel, der auf Druck von Lobbyinteressen in das Erneuerbare Energien-Gesetzes hineingeschrieben wurde. Die „Entsorgung“ von hochgiftigen Bahnschwellen in Verbindung mit einem antiquierten Wirkungsgrad von 30 % bei der Stromerzeugung ist nicht unbedingt das, was ein Kunde unter Ökostrom versteht.
Die Lüner Stadtwerke können sicherlich garantieren, dass es deutschlandweit keine andere Stadt gibt, in der in „100 % Ökostrom“ rund 90 % fossile Energieträger stecken. Ebenso können die Lüner Stadtwerke garantieren, dass sie mit den Einnahmen aus dem Handel mit Ökostrom neue Kohlekraftwerke finanzieren. Wer jedoch wirklich etwas für den Klimaschutz tun will, macht besser einen Bogen um Unternehmen, die sich lediglich ein grünes Mäntelchen umhängen.
Eckhard Kneisel
Bündnis90/Die Grünen
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